25. Februar 2010
Vorab hat der Europaabgeordnete Mathieu Grosch bei der heutigen Debatte zum Zugunglück in Buizingen allen Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen und sein tiefes Mitgefühl ausgedrückt. Wichtig sei es nun nicht vorschnelle Schuldzuweisungen auszusprechen, sondern die Gründe sorgsam zu untersuchen.
Die Sicherheit aller Verkehrsträger ist für das Europäische Parlament nach wie vor von größter Bedeutung, doch ist dies eine nationale Priorität, die auch auf dieser Ebene umzusetzen ist.
Zu dem Zeitpunkt, an dem der Unfall geschehen ist, lagen sowohl europäische Regelungen vor, die das Signalisierungssystem vorschreiben, als auch die technischen Möglichkeit dies umzusetzen. Gemeinsame Standards sind für die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen von höchster Bedeutung und diese bestehen schon seit Jahren. Jedoch nützen die sinnvollsten Richtlinien nicht, wenn diese nicht in den Ländern der EU umgesetzt werden.
Der Europaabgeordnete Grosch betont: "Wichtig ist, dass Maßnahmen folgen, die einem weiteren Unglück entgegenwirken. Entsprechende Maßnahmen hatte ich bereits Mitte Januar in meinem Bericht zur Zukunft des Transports aufgenommen." Zunächst ist weiterhin die Förderung von qualifizierter Ausbildung im Schienensektor von höchster Bedeutung. Des Weiteren sollten verbindliche Zeitpläne zur integralen Einführung moderner Sicherheitssysteme verpflichtend sein. Abschließend merkt Mathieu Grosch an: "In der Zukunft sollte eine Verpflichtung bestehen, die Passagiere über die Sicherheitsausstattung der genutzten Linie und dem Schienenfahrzeug zu informieren". Über letztere Maßnahme wird der Europaabgeordnete eine Initiative in Richtung der Kommission starten, ein erster Austausch konnte dazu bereits erfolgen.




